Philosophie

Die Gärtnerei bewirtschafte ich biologisch, weil ich der Meinung bin, dass die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und chemischen Dünger schädlich für die Pflanzen, Natur und dementsprechend für mich selbst ist. Chemischen Stoffe die in die Umwelt freigesetzt werden verschwinden nicht einfach. Mikroorganismen bauen diese im laufe der Zeit ab und um. Viele dieser Organismen vertragen Chemie allerdings nicht, somit nimmt die Natur Schaden. Einige Mittel die bereits heute verboten sind, können immer noch z.B. an Polen nachgewiesen werden oder reichern sich weiter an.

Ich halte es für falsch eine Art Medizin zu verwenden, um Fehler auszugleichen, für die ich verantwortlich bin. Da ich das Klima nicht beeinflussen kann, habe ich nur die Möglichkeit mich darauf einzustellen oder einen Verlust zu akzeptieren. Selbst bei einer zu großen Vermehrung von Schädlingen, greife ich nicht zu chemische Mittel. Meist hilft einfach nur Geduld , oder es von der Natur regeln zu lassen.

Als Dünger verwende ich Pferdemist, aber nur bei starkzehrenden Pflanzen. Weiterhin arbeite ich mit Mulch, Gründüngung und Kompstwirtschaft. Unkraut wird gehackt oder mit der Hand gejätet. Mein Saatgut besteht fast ausschließlich aus samenfeste Sorten und nur in Ausnahmefällen Hybrid- saatgut. Mit einer richtigen Sortenwahl, kann man einen Schädlingsbefall im Vorfeld eindämmen. Der Anbauplan ist so abwechslungsreich, dass eine Bodenmüdigkeit nicht entstehen kann.

Oftmals werde ich nach Bauernregeln gefragt, um das Wetter vorherzusagen. Davon habe ich aber keine Ahnung. Eine stimmt aber immer: "Kräht der Hahn auf dem Mist ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist."